Konkrete Perspektive für Hamburger Autohaus WILLY TIEDTKE

Alle aktiven Standorte bleiben erhalten

  • Vorläufiger Gläubigerausschuss erteilt einstimmig Zuschlag für Angebot einer renommierten Handelsgruppe
  • Sämtliche Arbeitsplätze und alle aktiven Standorte bleiben durch den Zusammenschluss erhalten
  • Vollzug steht noch unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, deren Erfüllung für die nächsten Wochen vorgesehen ist

Hamburg. Im Eigenverwaltungsverfahren zur Sanierung des Hamburger Autohauses Willy Tiedtke zeichnet sich eine konkrete Perspektive ab. Der vorläufige Gläubigerausschuss stimmte nun einstimmig dem Angebot eines namhaften Unternehmens aus der Branche zu, der die Marken VW, Audi, Skoda und VW-Nutzfahrzeuge weiter anbieten will. Sämtliche Arbeitsplätze und alle aktiven Standorte des Unternehmens können so erhalten bleiben.

Der Zusammenschluss mit der renommierten Handelsgruppe steht noch unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, deren Erfüllung für die nächsten Wochen vorgesehen ist. Anschließend kann auch der Name des Unternehmens bekannt gegeben werden. Der Vollzug soll dann nach der Verfahrenseröffnung und mit Wirkung zum 1. Januar 2019 erfolgen.

„Wir sind dankbar für die gefundene, tragfähige Lösung und zuversichtlich, dass eine erfolgreiche gemeinsame Perspektive entwickelt wird. Für die Hansestadt Hamburg bleibt auf diese Weise ein traditionsreiches Autohaus erhalten.“, erklärt Sanierungsexperte Dr. Thorsten Bieg von der Kanzlei Görg, der zusammen mit Dr. Gerrit Hölzle (ebenfalls Görg) das Autohaus durch die Eigenverwaltung begleitete. Dr. Hölzle ergänzt: „Wichtig ist, dass mit dem Zusammenschluss die Arbeitnehmer und das Autohaus insgesamt eine nachhaltige Perspektive erhalten. Die Kunden können sich weiterhin an ihre bewährten Ansprechpartner für Verkauf und Service wenden und erhalten weiterhin alle bekannten Dienstleistungen rund um ihr Fahrzeug.“

Geschäftsführer Dr. Alexander Tiedtke zeigte sich insbesondere erleichtert über die Tatsache, dass die Sanierung des Autohauses ohne den Verlust von Arbeitsplätzen gelingen kann: „Dass alle Beschäftigten bleiben können, ist eine erfreuliche Nachricht. Wir haben in unserem Unternehmen ein hervorragendes Team und deshalb bin ich besonders froh darüber, dass wir alle Arbeitsplätze sichern konnten.“ Auch Kunden, die mit Sorge auf das Verfahren geblickt hätten, hätten beruhigt werden können. „Wann immer es uns möglich war, haben wir uns trotz des laufenden Verfahrens mit tatkräftiger Unterstützung des Volkswagen-Konzerns um konstruktive Lösungen im Sinne unserer Kunden gekümmert.“

Der vom Gericht bestellte vorläufige Sachwalter Nils Krause von der Kanzlei Schultze & Braun hebt insbesondere die kurze Dauer der Sanierung hervor: „Zwischen dem Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung und dem erfolgreichen Abschluss der Sanierung liegen dann gerade einmal knapp drei Monate. Insofern zeigt dieses Beispiel, wie gut ein solches Verfahren zur schnellen Sanierung von Unternehmen beitragen kann, wenn es intensiv vorbereitet und strukturiert durchgezogen wird.“

Pressekontakt:
Ingo Schorlemmer
Pressesprecher Schultze & Braun
E-Mail senden
Telefon: (07841) 708 128

Wir verwenden Cookies für statistische Zwecke. Mehr ›